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Die Schulsozialarbeit wird in Worb definitiv eingeführt Mit Beschluss des Grossen Gemeinderats vom 06.02.2012 wird die Schulsozialarbeit an den Worberschulen definitiv eingeführt. Mit je einer Schulsozialarbeiterin oder einem Schulsozialarbeiter in Rüfenacht und Worb, welche/welcher aber auch alle anderen Schulen unserer Gemeinde abdeckt, wird ein äusserst erfolgreiches Pilotprojekt der letzten drei Jahre ab Sommer 2012 mit einem erweiterten Angebot definitiv eingeführt. Dieser massvolle Ausbau macht aus dreierlei Sicht Sinn: er ist gut für die Schule, er ist gut für den Sozialbereich und er ist zudem gut, da er in Einklang mit den finanzpolitischen Vorgaben des Gemeinderates realisiert wird. Mit der Schulsozialarbeit etabliert sich auch in der Gemeinde Worb ein seit Beginn der 90-iger Jahre bekanntes, neues Handlungsfeld der Kinder- und Jugendhilfe. Das Besondere daran ist, dass Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter mit spezieller Ausbildung direkt im Schulhaus arbeiten und dort Beratungen und Kriseninterventionen anbieten. Sie führen zudem Projekte mit Gruppen und in Klassen durch, beteiligen sich an sozialen Fragen der Schulentwicklung, bieten Eltern eine Kontaktmöglichkeit zu erzieherischen Fragen an und vernetzen die Schule mit anderen sozialen Dienstleistungsangeboten im Sozialraum. Die Einführung der Schulsozialarbeit in Worb ist auf einen Vorstoss der FDP Worb im Grossen Gemeinderat von 2004 zurück zu führen. Die FDP Worb hat bereits früh das grosse Potenzial der Schulsozialarbeit erkannt und sich in den letzten Jahren daher auch stark dafür eingesetzt, dass diese nun zum Standard für unsere Gemeinde wird. Sie ist zudem ein gemeinsames Produkt der beiden unter freisinniger Führung stehenden Departemente Soziales und Bildung. Die Zahl verhaltensauffälliger Kinder und Jugendlicher hat in den letzten Jahren stark zugenommen. Die Gründe für die zunehmenden Verhaltensauffälligkeiten sind äusserst vielfältig und vielschichtig. Aufgrund stark veränderter Gesellschafts- und Familienstrukturen ist eine zunehmende Anzahl Kinder zudem heute nicht betreut. In den Schulen gilt es zudem immer mehr Kinder aus völlig anderen Kulturen einzugliedern. Eine Folge dieser Entwicklung ist, dass die Lehrkräfte ihre Zeit immer mehr zur Klärung und Verbesserung von schwierigen Lebenssituationen der Kinder investieren und der eigentliche Kernauftrag des Unterrichtens darunter leidet. Hier setzt die Schulsozialarbeit an, indem sie die Lehrkräfte in der Bewältigung von Konflikten und sozialen Problemen entlastet und Kinder und Jugendliche im Prozess des Erwachsenwerdens begleitet. Als kompetente Anlaufstelle für soziale Problemstellungen in der Schule erfüllt sie einen ganz wichtigen Part. Die Schulsozialarbeit unterstützt aber auch die Eltern bei Erziehungsproblemen, fordert zugleich aber deren Elternverantwortung ein. Dank des niederschwelligen Angebots und der Nähe zum Pausenplatz werden schwierige Einzelfälle früher erkannt und können in der Folge auch intensiver betreut werden. Durch eine enge Zusammenarbeit zwischen Schulsozialpädagogen, Schulleitung, Lehrerschaft, Bildungskommission, schulinternen Unterstützungssystemen wie Aufgabenhilfe oder Tagesschule, aber auch externen Dienstleistungsangeboten wie Fach- und Beratungsstellen, werden Synergien besser genutzt. Schulsozialarbeit ist deshalb ein wichtiges Mittel und ein geeignetes Instrument zur Entlastung der Lehrkräfte, zur Verbesserung des Schulklimas sowie zur Prävention von Verhaltensauffälligkeiten. Hanspeter Stoll, Gemeinderat, Vorsteher Departement Soziales Das Konzept "Schulsozialarbeit an den Schulen der GemeindeWorb ab Schuljahr 2012/13" können Sie hier herunterladen: Konzept Schulsozialarbeit ab 2012.pdf |
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